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Pädagogisches Konzept

1. Ausgangslage

Der Bedarf an zuverlässigen und pädagogisch hochwertigen Betreuungs- Angeboten für Schulkinder steigt von Jahr zu Jahr.

Seit der Einrichtung von Offenen Ganztagsschulen (OGS) in NRW ab dem Schuljahr 2003/2004 wachsen Nachfrage und Angebot stetig, so dass immer mehr Offene Ganztagsschulen entstehen, um dem Bedarf Rechnung zu tragen.

Die OGS unterstützt den schulischen Bildungs– und Erziehungsauftrag.

Sie vermittelt Kindern in einer sich verändernden Lebenswelt entwicklungsnotwendige Erfahrungen, sie unterstützt und entlastet die Familien und ermöglicht nicht zuletzt Müttern und Vätern die Teilhabe am beruflichen, sozialen und kulturellen Leben. Die Betreuung in der OGS schafft somit die Voraussetzung für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dieses weiterentwickelte Bildungsangebot  beinhaltet zusätzlich eine Chancen-verbesserung für Kinder aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien.


2. Leitlinien und Ziele der pädagogischen Arbeit


Grundlage der pädagogischen Arbeit der OGS an der katholischen Grundschule Wachtberg–Villip (Schule im Ländchen) ist das Schulprogramm, dessen Präambel folgendermaßen lautet:

Individuell gemeinsam lernen
-
Gemeinsam individuell lernen!

Ziel unserer OGS ist es, unter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes zu fördern. Hierbei steht die Stärkung und Weiterentwicklung der sozialen und emotionalen Kompetenz im Vordergrund. Für Kinder bedeutet OGS mehr Zeit zum Lernen, mehr Zeit für musische, kreative und kulturelle Bildung.

Wir gestalten den Lernort Schule zu einem Lebensort Schule und handeln nach folgenden Leitlinien:

Gerechtigkeit:
Wir setzten uns dafür ein, dass alle Kinder den gleichen Zugang zu Bildung erhalten und es ihnen ermöglicht wird, ihre Persönlichkeit in einem sicheren Umfeld zu entwickeln.

Gleichheit:
Wir schaffen ein gleichberechtigtes Miteinander, in dem die nationale, kulturelle und konfessionelle Zugehörigkeit angenommen und wertgeschätzt wird.

Als gleichberechtigte Partner kooperieren wir mit allen, die am Prozess der außerschulischen Ganztags- und Betreuungsangebote beteiligt sind.

Freiheit und Demokratie:
Wir machen Demokratie erlebbar. In unserer Einrichtung bedeutet Freiheit für die Kinder, dass sie die Möglichkeit haben, ihren Alltag und ihr Handeln eigenständig und mitverantwortlich zu gestalten. Die daraus resultierende Motivation zur Eigeninitiative und Eigenverantwortung stärkt ihr Selbstvertrauen.

Toleranz:
In unserer Gemeinschaft entwickeln Kinder die Fähigkeit, andere zu akzeptieren und zu tolerieren. Alle Menschen haben die gleichen Rechte und dürfen nicht diskriminiert werden.

Solidarität:
Solidarisch sein heißt für Kinder, für einander einzustehen und Anteil am Leben anderer zu nehmen. Jedes Kind darf Stärken und Schwächen haben und ist ein wertvoller Teil der Gemeinschaft.

Unsere pädagogischen Ziele basieren auf der Grundlage dieser Leitlinien:

-          Das Erleben von Freude und Gemeinsamkeit

-          Vermittlung der gewaltfreien Konfliktlösung

-          Förderung von Selbständigkeit und Selbstbewusstsein

-          Stärkung einer positiven Sichtweise

-          Respektvoller Umgang mit allen Lebewesen und mit allen Dingen

-          Förderung von Kreativität und freiem Spiel

-          Gemeinsam Spaß haben beim Spielen UND beim Lernen

2.1. Selbstverständnis

Als Einrichtung des Trägers Betreute Schulen e.V. basiert die Gestaltung unserer pädagogischen Arbeit auf folgenden Werten:

- Jeder Mensch wird so angenommen, wie er ist.

- Jeder Mensch bringt einen Erfahrungsschatz mit, der wertgeschätzt und gemeinsam erweitert wird.

-  Jeder Mensch lebt in einem sozialen Gefüge, das berücksichtigt wird.

- Jeder Mensch hat ganz individuelle Ressourcen, die er in die Gemeinschaft mit einbringen darf.

-  Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung und Teilhabe.

2.2. Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte

Alle pädagogischen Mitarbeiterinnen werden in ihrer Individualität, mit ihren Stärken, ihrem Entwicklungspotential und ihren persönlichen Grenzen gesehen und wertgeschätzt. Gerade in unserem Arbeitsbereich, der stark von Beziehungsqualität und einem Vorbildcharakter geprägt ist, legen wir Wert darauf, dass sich dieser positive Blick auf Menschen in der Arbeit widerspiegelt.

Folgende Säulen dienen den päd. Mitarbeiterinnen als Orientierung und beschreiben unser „ Bild vom Erzieher“:

Wir handeln gerecht. Unser Verhalten ist für Kinder transparent. Wir gestalten Regeln und Strukturen so, dass sie nachvollziehbar und fair sind. Im Gespräch mit den Kindern erläutern wir unsere Vorgehensweise. Wir nehmen die Kinder ernst und hören ihnen aktiv zu. Wir beachten, dass jedes Kind individuelle Bedürfnisse und Fähigkeiten hat. Im Alltag bedeutet dies für uns, Situationen zu erkennen und einzuschätzen. So können wir auf jedes Kind individuell und situationsbezogen eingehen. Wir achten auf einen reflektierten Umgang mit unseren Ressourcen, d.h. wir versuchen jedem Kind gleich viel Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken.

Wir begegnen Kindern liebevoll und herzlich. Jedes Kind soll sich bei uns bedingungslos angenommen fühlen. Anerkennung und wohlwollende Aufmerksamkeit müssen Kinder sich nicht verdienen. Wir haben Geduld mit ihnen und bauen Vertrauen auf. Wir nehmen uns Zeit und achten auf unser Verhalten. An unserer Mimik und Gestik erkennt ein Kind, dass wir offen für seine Bedürfnisse und Wünsche sind und, dass wir Interesse an ihm haben.

Wir verhalten uns wertschätzend. Wir nehmen jedes Kind in seiner Persönlichkeit an. Dazu gehört, dass wir das Kind da abholen, wo es steht. Im respektvollen Umgang miteinander ermutigen wir die Kinder. Wir unterstützen sie in ihrer Entwicklung und bieten ihnen Schutz.

Wir handeln konsequent. Das OGS Team handelt nach einer klaren, gemeinsam entwickelten Linie. Dazu gehört ein nachvollziehbares und allgemeingültiges Regelwerk. Alle müssen am gleichen Strang ziehen. Unsere konsequente Haltung zeigt Kindern Handlungsspielräume und Grenzen. Gleichzeitig sind wir in unserem Handeln so verlässlich, dass die Kinder sich sicher fühlen können.

Wir zeigen Offenheit. Offen zu sein bedeutet für uns, dass wir Menschen und Situationen gegenüber interessiert und aktiv begegnen. Die Offenheit zeigt sich in unserer annehmenden Haltung sowie in Mimik und Gestik, z.B. aktives Zuhören, lächeln, Blickkontakt, Nachfragen, Interesse zeigen…. Wir wollen den Mut haben, uns auf Veränderung einzulassen und den Kindern immer wieder neu und unvoreingenommen zu begegnen. Wir nehmen die Ideen der Kinder in unseren Alltag auf. Wir sind offen für Vorschläge und Lösungen der Kinder.


3. Rahmenbedingungen

3.1. Gesetzliche Ausgangslage

Den gesetzlichen Rahmen für die Durchführung der Offenen Ganztagsschule bilden die Runderlasse des NRW – Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder „Offene Ganztagsschule im Primarbereich“ und „Zuwendungen für die Durchführung außerunterrichtlicher Angebote offener Ganztagsschulen im Primarbereich“ sowie der Runderlass „Zuwendungen für Investitionen und Ausstattung in offenen Ganztagsschulen im Primarbereich“ in der jeweils gültigen Fassung. Die Zuschüsse des Landes sind dabei gebunden an die im Erlass enthaltenen Regelungen.

Die OGS der „ Grundschule im Ländchen“ besteht seit 2006. In den Jahren davor gab es eine Übermittagsbetreuung bis 14.00 Uhr. Unser Träger „ Betreute Schulen e.V.“ befindet sich in Siegburg.

Wir betreuen derzeit  67 Kinder von insgesamt 116 Villiper Grundschüler-n/Innen.

3.1.1. Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag:    11:55 Uhr bis 16:15 Uhr

Freitag :                           11:55 Uhr bis 15:30 Uhr

Frühbetreuung :             7:15 Uhr bis 8:10 Uhr

3.1.2. Ganztagsbetreuung

An beweglichen Ferientagen, Ganztagskonferenzen oder Lehrerfortbildungen haben wir bei Bedarf ganztags geöffnet. Die Abfragen erfolgen schriftlich, die Anmeldungen sind verpflichtend. Letzteres  ist Voraussetzung  für eine sinnvolle, am Bedarf orientierte, inhaltliche und personelle Planung.

Um diese Tage für alle kurzweilig und angenehm zu gestalten, bieten wir häufig ein besonderes, ausgefallenes Programm an, welches sich von dem sonst üblichen OGS Alltag unterscheidet.

3.1.3. Ferienbetreuung

Wir haben die Ferienbetreuung vor Ort im Jahr 2013 auf Grund mangelnder Anmeldezahlen eingestellt. Die Kinder können an den Ferienangeboten in Niederbachem, Adendorf und Berkum teilnehmen, wenn sie rechtzeitig angemeldet werden.

3.1.4. Anwesenheitspflicht

Die Teilnahme der angemeldeten OGS-Kinder ist an fünf Wochentagen  bis 15 Uhr grundsätzlich verpflichtend. Abweichende Regelungen müssen zwischen den Eltern bzw. den Sorgeberechtigten und der OGS vereinbart werden.

In begründeten Ausnahmefällen, z.B. Arztbesuch, Kommunionunterricht, Therapien etc. kann das Kind nach Absprache zwischen Sorgeberechtigten und OGS Team die Einrichtung vorzeitig verlassen.

3.1.5. Abholzeiten

Grundsätzlich gelten folgende Abholzeiten:

Die erste reguläre Abholzeit ist um 15 Uhr, die zweite Abholzeit gegen 16 Uhr, freitags    14 Uhr bzw. zwischen 15 und 15:30 Uhr.

Andere Abholzeiten sind nicht erwünscht, da unser Ablauf durch „ hereinplatzende Eltern“ ganz erheblich gestört wird! Dies gilt in besonderem Maße für das Mittagessen, die Hausaufgaben und die AGs, aber auch während der freien Spielzeit führt ein ständiges Stören durch abholende Eltern zu erheblicher Unruhe und Unzufriedenheit auf Seiten der Kinder UND der OGS Mitarbeiter.

Um den neuen Erstklässlern den Einstieg in die Ganztagsbetreuung zu erleichtern, können diese in einer 3-wöchigen Eingewöhnungsphase je nach individueller Verfassung sehr flexibel abgeholt werden.

                                                                                                                     

3.2. Raumausstattung

Unsere OGS befindet sich in einer, im 1. Stock liegenden Altbauetage mit vielen kleinen Räumen (gute Rückzugsmöglichkeiten), einem großen Raum, zwei langen Fluren, einer Küche und zwei Essräumen. Zwei Kindertoiletten und eine Personaltoilette sind ebenfalls auf der Etage vorhanden.  Außerdem verfügen wir über einen weiteren großen Gruppenraum, den „roten Raum“, welcher vom Schulhof aus erreichbar ist.

Unsere Räume sind nach Funktionen ausgerichtet: Flüsterzimmer, Bauraum, Kreativküche, zwei Räume für Beschäftigungen am Tisch( Gesellschaftsspiele, Basteln und Malen), ein großer Mehrzweckraum mit einer Hochebene, einem Mal-u. Basteltisch, einem großen Spiele- Teppich und einem Podest, welches ausschließlich für Lego-Bauen reserviert ist. Im Eingangsbereich befinden sich Regale für die Schulranzen und die Schuhe( in den OGS Räumen werden Hausschuhe getragen!).

Im Außenbereich steht der Schulhof mit Klettergarten, einem Kletterschiff( Arche Noah), einem Fußballfeld, aufgemalten Spielbrettern (Mensch ärgere dich nicht…) und zwei Tischtennisplatten zur Verfügung. Zu unserem Schulhof gehört außerdem ein großer Garten mit Balancierbalken, Kletterwand, Turnstangen und einem Sandkasten. Hier befindet sich ein kleines Gartenhäuschen mit Sandkastenzubehör und Sonnenschirm.

2015 konnten wir einen wunderschönen Fahrzeugschuppen auf dem Schulhof errichten, aufgeteilt in eine kleine Rückzugsecke für die Kinder, abgetrennt durch 2 Regale mit Außenspielzeug und einen großen „ Parkplatz“ für Roller, Ridercars, Römerrad, Schubkarre und eine fahrbare Tonne mit einem Hockeyset.

In Absprache mit der Schulleitung werden darüber hinaus für die außerunterrichtlichen Angebote die Turnhalle und Klassenräume (Hausaufgaben) bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. 

3.3 Personal / Teamarbeit

Unser pädagogisches Team besteht aus acht Mitarbeiterinnen:

-          eine Einrichtungsleitung

-          zwei Gruppenleitungen, eine davon stellvertretene Leitung

-          vier Ergänzungskräfte

-          eine Küchenkraft

Die pädagogische Leitung und beide Gruppenleitungen sind in der Regel täglich vor Ort, die Ergänzungskräfte arbeiten in Teilzeit und nach Bedarf, die Küchenkraft unterstützt uns in der Mittagszeit mit tägl. 3 Stunden.

Wir treffen uns 1x wöchentlich zu einer 2 stündigen Teamsitzung, um gemeinsam über pädagogisch relevante Themen zu sprechen, unsere Arbeit zu reflektieren, über Verbesserungen und Veränderungen zu diskutieren und Fallbesprechungen durchzuführen. Dieses relativ große Zeitfenster für Teamsitzungen ermöglicht einen sehr gut funktionierenden Informationsfluss  und ein hohes Maß an Mitwirkungschancen für jeden einzelnen. Wir unterstützen uns gegenseitig und arbeiten auf Augenhöhe.

Betreute Schulen e.V. entwickelt jedes Jahr ein sehr breit gefächertes Fortbildungsprogramm. Da dieses Programm auf sämtliche Wünsche, Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten ist, sind alle Mitarbeiter/Innen hoch motiviert regelmäßig an wenigstens zwei Fortbildungen im Jahr teilzunehmen. Diese Kompetenzerweiterung führt zu Zufriedenheit und alle profitieren.

3.4. Kooperation mit der Schule

Der Erlass zur Offenen Ganztagsschule im Primarbereich sieht eine enge Kooperation von Schule und Träger „auf Augenhöhe“ vor.

Auftrag der Offenen Ganztagsschule ist die Bildung, Erziehung, individuelle Förderung und Betreuung der Kinder. Dieser ganzheitliche Erziehungsauftrag setzt eine enge Kooperation zwischen Mitarbeitern des Trägers, der Schulleitung und Lehrern voraus. Schulpädagogische und sozialpädagogische Handlungsbereiche stehen im Kontext.

In unterschiedlichen Gremien (Teilnahme der Mitarbeiter an Lehrerkonferenzen, gemeinsame pädagogische Konferenzen zu verschiedenen Themen( Hausaufgaben, Konflikttraining...), wöchentlicher Austausch zwischen Schulleitung und Einrichtungsleitung, zeitnaher Austausch zwischen Lehrern und OGS Mitarbeiterinnen, Lehrerstunden im Nachmittagsbereich) wird dieser Zusammenarbeit Rechnung getragen.

Pro Gruppe (25 Kinder) stehen uns 3 Lehrerstunden im Nachmittagsbereich zur Verfügung. Diese sind in Absprache mit dem Kollegium anteilig auf die Hausaufgaben und die AG`s verteilt.

Gemeinsame pädagogische Fortbildungen zu Themen, die den gesamten Ganztag betreffen, stärken gegenseitiges Verständnis und Unterstützung. Transparenz wird gefördert und die Verbindung von schulischem und außerschulischem Bereich intensiviert.


4. Offenes Konzept

Die Auswahl der vielfältigen Freizeit- und Bildungsangebote erfolgt bedarfsgerecht, die Kinder partizipieren, indem sie ihre Wünsche und Interessen benennen.

Wir arbeiten mit einem offenen Konzept, alle Kinder vom 1. bis 4. Schuljahr haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Spielpartner und die Räume frei zu wählen.

Offene, flexible Strukturen, die an festen Grundelementen orientiert sind, bilden die Voraussetzung für eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.

Alle Räume sind kindgerecht und dem Alter angemessen eingerichtet. Auf Grund des offenen Konzepts müssen Materialien nicht mehrfach vorrätig sein. Stattdessen wird die Vielfalt pädagogisch wertvoller Beschäftigungsmöglichkeiten erweitert.

 Das offene Konzept hilft den Kindern, alle Mitarbeiterinnen und alle anderen Kinder schnell kennen zu lernen. Sie entscheiden selbstständig, welche Mitarbeiterin sie als Bezugsperson bevorzugen, wo sie sich im Verlauf des Tages aufhalten möchten und richten sich nach ihren eigenen Bedürfnissen. Ebenso wird den Kindern größtmöglicher Spielraum geboten. Sie können sich entfalten, soziale Kompetenzen entwickeln und sich im Lebensraum OGS selbst erfahren.

4.1. Tagesablauf

4.1.1. Frühbetreuung

Am Bedarf unserer Elternschaft ausgerichtet, bieten wir seit vielen Jahren vor Unterrichtsbeginn eine Frühbetreuung an.

Ab 7.15 Uhr können die OGS Kinder unsere Einrichtung besuchen und sich bis Unterrichtsbeginn hier aufhalten. Die Aufsichtspflicht beginnt bei der persönlichen Übergabe des Kindes an die Mitarbeiterin der OGS.

Die Schulaufsicht durch das Lehrerkollegium beginnt erst um 7.50 Uhr, d.h. alle OGS Kinder, die vor diesem Zeitpunkt das Schulgelände betreten, müssen sich in die OGS Räume und unter die Aufsicht der Frühbetreuung begeben.

4.1.2. Ankommen /Mittagessen

Der Eingangsbereich dient zunächst als Anlaufstelle, wenn die Kinder nach Schulschluss in die OGS kommen. Sie werden dort von einer Mitarbeiterin in Empfang genommen.

Die neuen Erstklässler werden anfangs in ihren Klassenräumen abgeholt, bis sie sicher und selbstständig auf dem Schulgelände bewegen können.

Die Kinder erhalten in drei Schichten, je nach Unterrichtsende (12.00, 12.40 und 13.30 Uhr) eine kindgerechte, warme und gesunde Mittagsmahlzeit. Ein gemeinsam eingenommenes Mittagessen fördert die Kommunikation untereinander und stärkt das soziale Miteinander.

Nach dem Hände waschen verteilen sich die Kinder in die Essräume und decken selbständig die Tische ein. Sofern es keine Extra-Regelungen gibt, haben die Kinder freie Platzwahl. Jedes Kind räumt sein Geschirr nach dem Essen auf den dafür vorgesehenen Teewagen. Es wird tischweise mit dem Essen begonnen und tischweise beendet. 2 Kinder pro Tisch sind für dessen Säuberung zuständig, die Auswahl klappt fast immer in Eigenentscheidung.

Kinder, die sich durch gutes Sozialverhalten auszeichnen, dürfen am „ Vip-Tisch“ Platz nehmen: hier werden die „ Gäste“ von uns bedient und bekommen Apfelsaftschorle statt Wasser. Ein Platz an diesem Tisch ist sehr begehrt, jedes Kind hat immer wieder neu die Chance dort seine Mahlzeit einzunehmen.

Die Teilnahme am Mittagessen ist für alle Kinder verpflichtend.

Durch ständigen Kontakt mit dem Catering – Unternehmen ( Ahr-la Carte in Rheinbach) wird eine Qualitätssicherung gewährleistet.

Parallel zum Mittagessen gibt es folgende Angebote:

Freies oder angeleitetes Spiel, Basteln und Gesellschaftsspiele (hier werden die Mitarbeiterinnen gerne auch als Spielpartner mit eingebunden.) Bei entsprechender Wetterlage immer auch Bewegen und Austoben auf dem Schulgelände!

4.1.3.Hausaufgaben

Alle OGS Kinder haben in der Zeit von 14.10 bis 14.55 Uhr (freitags keine HA-Betreuung) eine Stunde zur Erledigung ihrer Hausaufgaben zur Verfügung.

Sie gehen, in Klassengruppen aufgeteilt, mit ihrer jeweiligen qualifizierten HA-Betreuungskraft in die dafür vorgesehenen Klassenräume.

Unser Schwerpunkt liegt in der Erziehung zur selbstständigen Erledigung der Hausaufgaben. Auf Grund der maximalen Gruppengröße von 15 Kindern können wir eine ruhige, entspannte Arbeitsatmosphäre ermöglichen.

Durch die gemeinsam mit den Kindern entwickelten klaren Regeln ist ein konzentriertes Arbeiten möglich.

Die Hauptverantwortung für die Hausaufgaben liegt bei den Eltern. Bei der Hausaufgabenbetreuung geben wir unser Bestes, damit die Kinder möglichst viel der HA möglichst gut erledigen, aber wir haben unsere Grenzen. Die häusliche Kontrolle der HA durch die Eltern ist wichtig für die Kinder und die Zusammenarbeit mit Kollegium und OGS.

Die Kinder bekommen einen Stempel, der ausschließlich die Vollständigkeit der zu erledigenden Hausaufgaben dokumentiert und daher keine Beurteilung von Inhalt und Sorgfalt darstellt. Letzteres ist dem Lehrerkollegium vorbehalten.

Die Lehrer/Innen erklären den Kindern die Hausaufgaben. Die Kinder sind dafür verantwortlich, zu wissen, was sie auf haben.

Voraussetzung für eine gelungene Hausaufgabenbetreuung ist ein ständiger Austausch der Mitarbeiterinnen mit den jeweils zuständigen Lehrern und gegebenenfalls den Eltern.

4.1.4. Freies Spiel

Das Freispiel ist im Wechsel mit angeleiteten Aktionen ein wichtiger Bestandteil unseres Konzepts.

In jedem Kind steckt der Handlungsdrang, selbst über Spielmaterial, Spielpartner und Spielmöglichkeit zu entscheiden. Im Freispiel kann das Kind sich frei

(ohne Mitwirkung der Erzieher) erleben und entfalten. Kreativität und Phantasie werden erprobt, Ängste überwunden und Aggressionen abgebaut.

Freispiel kann „harte Arbeit“ sein, da manche Kinder große Schwierigkeiten haben, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen. Es müssen Absprachen getroffen und Konflikte gelöst werden.

Das freie Handeln fördert die soziale Kompetenz und das wichtige Erleben von Gemeinsamkeit und Dynamik. Kinder lernen, Toleranz zu üben, Rücksicht auf andere zu nehmen und Hilfsbereitschaft zu zeigen. Diese Aspekte fördern das Selbstvertrauen und den Rückhalt durch die Gemeinschaft.

Das Freispiel gibt den Kindern die Möglichkeit, frei von Leistungsdruck, entsprechend ihren Wünschen und Interessen ihren individuellen Bedürfnissen nachzugehen und Erfahrungen zu sammeln.

Für uns OGS Mitarbeiterinnen ist das freie Spiel eine Zeit des Beobachtens; wir erkennen, was die Kinder gerade beschäftigt, wer das Sagen hat und wie mit Konflikten umgegangen wird. Fällt es den Kindern schwer, selbstständig kleinere Konflikte zu lösen, greifen wir unterstützend ein und geben die notwendige Hilfestellung.

Durch zeitweiliges Mitspielen können wir neue Impulse setzen und ggf. anschwellende Streitereien abmildern. Das Einbringen von neuem Material und Aufgreifen der Ideen der Kinder steht hier für uns im Mittelpunkt.

Zusätzlich zu den angeleiteten Angeboten schafft die gezielte Gestaltung der Räume den Kindern vielfältige Möglichkeiten zum freien Spiel. Um dem Grundbedürfnis der Kinder nach Bewegung gerecht zu werden, nutzen wir den  Schulhof bei fast jeder Wetterlage. Ausreichendes Bewegungsmaterial sowie Kreativ-, und Spielangebote stehen dort zur Verfügung.

4.1.5. Gezielte Angebote und Arbeitsgemeinschaften

In einem vierteljährlich wechselnden Rhythmus werden unterschiedliche Arbeits-gemeinschaften angeboten. Hierbei versuchen wir uns in großem Maße an den Wünschen der Kinder auszurichten. Die AG`s werden von den Kindern selbstständig gewählt, sind kostenlos und finden am Nachmittag nach den Hausaufgaben in der Regel zwischen 15.00 und 16.00 Uhr statt, freitags zwischen 14.00 und 15.00 Uhr bzw. 15.30 Uhr.

Nach einer Entscheidung für eine bestimmte AG  ist die Teilnahme für den vorgesehenen Zeitraum verpflichtend. Dadurch lernen die Kinder, Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen zu übernehmen.

Neben den festen AG`s gibt es variierende offene Angebote, an welchen die Kinder spontan teilnehmen können.

4.1.6. Partizipation / Mittwochsgruppen

Die Mittwochsgruppe findet pro Jahrgang alle 4 Wochen während der Hausaufgabenzeit statt und eignet sich hervorragend als Partizipationsplattform für die Kinder.

Die zuständigen Klassenlehrer erteilen an diesem Tag für die betreffende Klasse keine Hausaufgaben, sonst würde die Erledigung dieser in die Freizeit der Kinder nach OGS Schluss fallen.

Auf Grund der steigenden Kinderzahlen und des eng strukturierten Tagesablaufes gibt es kaum Möglichkeiten, eine größere Gruppe von Kindern gemeinsam im Gespräch zu erreichen. Die Mittwochsgruppe erlaubt uns altersgerechte Partizipation. Die Kinder haben die Möglichkeit, Interessen zu formulieren und sich an deren Umsetzung zu beteiligen. Sie lernen in Diskussionsprozessen Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen. Die Kinder lernen zuhören, Respekt vor anderen Meinungen zu entwickeln, andere zu achten und Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren.

Auch wir Erwachsenen lernen durch die Partizipation der Kinder: wir profitieren von ihren Ideen und Wünschen, verändern unseren Blickwinkel und entdecken neue Spielräume.

Die Mittwochsgruppenstunde nutzen wir des Weiteren  zur Weitergabe von Informationen, Besprechung  des gültigen Regelwerkes und Einübung gewaltfreier Umgangsformen.

Es geht  in dieser Stunde auch um die Stärkung der positiven Sichtweise.

Häufig wird neben all den Streitigkeiten, dem Meckern über Dies und Das und Jenes, ganz vergessen, wie viel schöne Erlebnisse und Momente ein jeder Tag so mit sich bringt.


5. Elternarbeit

Die Angebote der Offenen Ganztagsschule haben im Hinblick auf die Eltern eine Familien - ergänzende, beratene und unterstützende Funktion.

 Die Verantwortung der Erziehung liegt in erster Linie in der Familie.

 

Das OGS Team baut einen guten Kontakt zu den Eltern auf, pflegt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und stellt seine Arbeit offen und transparent dar.

Die Eltern können ihre Ideen, Anregungen und Mithilfe aktiv einbringen, haben stets die Möglichkeit, sachgerechte und konstruktive Kritik zu äußern und sich an der Planung und konzeptionellen Weiterentwicklung zu beteiligen.

Halbjährlich findet ein Elternabend statt, zu dem alle Eltern eingeladen werden. Er dient der Information und dem Austausch zwischen OGS Team und Eltern.

Auf diesem Elternabend werden für ein Jahr Elternvertreter gewählt. Dieser Elternbeirat trifft  sich halbjährlich oder nach Bedarf mit  der Einrichtungsleitung und der Gruppenleitung, um relevante Themen zu besprechen.

Es gibt eine fest installierte Elternsprechstunde in der Woche. Hier besteht die Gelegenheit zu einem ruhigen, ungestörten Austausch.

„Tür und Angelgespräche“(mit wichtigem Inhalt) sollen auf diese Weise reduziert werden.

Zum Zweck der Dokumentation von Elterngesprächen wird ein Protokoll erstellt werden.




Stand September 2016